Wenn Mütter über ihre Grenzen gehen...

Heute schreibe ich mal über ein ernstes Thema: Den Mental Load. Mütter kennen es fast alle. Es gibt tausend Sachen zu tun, und man hat das Gefühl: man schafft alles, aber nur irgendwie. Die Zeiten, wo man sich für Dinge ein wenig Zeit nehmen, und Aufgaben bewusst erledigen kann, sind längst vorbei. 



Es ist eine Abwärtsspirale und dann stecken wir ganz tief drinnen im Mental Load. Alleine da raus zu kommen ist fast unmöglich und wenn man darauf wartet, bis der Nachwuchs achtzehn Jahre alt ist, und sich seine Zehennägel endlich selber schneidet, ist man vielleicht schon im Burnout.

Auch ich kenne das: 
Morgens den Zehnjährigen aus dem Bett zu bekommen ohne körperlich tätig zu werden ist eine Herausforderung. 
Eigentlich könnte ich jetzt schon meine Nerven sanft ins Bett packen und mich bei ihnen für die aufreibende halbe Stunde entschuldigen. 

Kleider für den Tag raussuchen? "Mamaaaa!!! Die Socken haben nicht die selbe Farbeeeee!!!"

Früher hätte ich hektisch die Sockenlade durchwühlt, um zumindest zwei Socken zu finden, die sich farblich nur um Nuancen unterscheiden. Heute behaupte ich, dass das jetzt "voll in" ist. Soziale Medien lügen doch nicht, oder? 

Dann geht es ab zur ersten Reitstunde. Fast hätte ich vergessen, Frau Hund einzupacken und das Kind bei der Schule abzusetzen. Nur ein paar Minuten zu spät. Genauer gesagt, ein paar Sockenminuten.

Durchatmen. Arbeit heißt für mich: Ruhe, Konzentration und den Rest der Welt kurz ausblenden. Es gibt nur mich, Frau Hund (die gechillt neben mir pennt), meine Reitschülerin und....mein Handy, das in der Jackentasche fröhlich vor sich hin vibriert. 

Am weg zum Parkplatz wird Frau Hund nervös. Pfff, was ist denn jetzt schon wieder? Naja, gleich darf sie sich austoben. Es steht Agility- Training am Programm.  

Durch die morgendliche Zeitverschiebung bin ich auch hier sehr knapp dran. Aber nur zwei Minuten zu spät. Das geht doch. Der Staat freut sich, denn ich habe beim Aufholen der verlorenen Zeit mindestens ein mobiles Radar geschnupft. 

Nach der Parcours-Besichtigung hole ich Frau Hund rein. So hibbelig kenne ich sie gar nicht. Den Grund dafür präsentiert sie mir nach dem Starten. Kacka-Pause. Mist, ich habe in der Hektik vergessen, noch mal Gassi zu gehen. 

Und so geht es oft den ganzen Tag munter weiter. Ich schaffe alles: aber eben nur "irgendwie".

Zum Glück habe ich einen Weg gefunden, aus dem Mental Load rauszukommen. 

Ich verrate nur so viel: alleine ist es fast unmöglich. Man braucht einen Partner an seiner Seite, der einen begleitet und zeigt, wie sowas geht. Bücher sind schlau - der innere Schweinehund ist schlauer.

Ein(e) Mentaltrainer(in) hilft einen, anzufangen und vor allem: DURCHZUHALTEN!

Alles Liebe eure tiefenentspannte 
Kathrin


Mehr zu diesem Thema auf meiner Homepage 
www.kathrin-hainzl.com 


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