Mutter...die Dramaqueen
Teenagereltern kennen es alle: das eine Zimmer im Haus. Das Tor zur Hölle. Bei uns meist gut verschlossen, doch ab und zu, früh morgens, wenn ich noch benommen ins Bad schlurfe, erhasche ich einen Blick in den Raum des Grauens. Am Frühstückstisch beginne ich vorsichtig die Konversation mit dem Pubertier - man möchte den Tag ja nicht mit Luzifer's Zorn beginnen:" Öhm, Schatz, könntest du bitte heute dein Zimmer aufräumen, damit ich kehren kann?" "Jup", ertönt es fröhlich vom anderen Ende des Tisches. Puh, Glück gehabt, der Lilalaune-Barometer steht heute auf: OK! Nachdem sein Mädl und er das Haus verlassen haben, wage ich mich todesmutig in die "rote Zone". Pfff, Schweißperlen bilden sich auf meiner Stirn, schon alleine beim Anblick des Bodens. Aufräumen heißt in Teenagersprache: alles von einer Seite des Zimmers zur anderen zu schieben. Der Besen weint, der Microfaser-Fetzen wird steif und hofft, mit diesem Trick sofort im Mistkübel entsorgt zu we...